DIALOG DER KULTUREN 2. TEIL

Die Ausstellung „Dialog der Kulturen“ geht in die zweite Runde.

Gezeigt werden wieder Porträts, Gemälde und Skulpturen von syrischen und deutschen Kunstschaffenden.

Wir laden Sie herzlich zur Vernissage ein:  

Am 20. Mai 2016 um 16.00 Uhr

Ausstellung vom 20. Mai bis 24. Juni 2016

im Haus der Beratung

der Arbeitskammer des Saarlandes

Trierer Straße 22, 66111 Saarbrücken

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr,

Freitag von 8 bis 15 Uhr.

Die Exponate sollen Impulsgeber sein, zu Gesprächen anregen, Vorurteile abbauen und die Bereitschaft zu Toleranz und gegenseitiger Akzeptanz fördern.

Gezeigt werden:

– Porträts von Flüchtlingshelfern aus Kirkel-Limbach, Fotografen: Omar und Khaled Al Mouqdad

– Gemälde von Nour Jaafar und Reham Al-Nojoom

– Porträts von Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern, Fotografin: Reham Al-Nojoom

– Skulpturen in Stein und Holz von Astrid Hilt und Ralf Jenewein

Es singt der Saarländisch-syrische Chor „Ode an die Freude“

Gezeigt werden:

– Porträts von Flüchtlingshelfern aus Kirkel-Limbach, Fotografen: Omar und Khaled Al Mouqdad

– Gemälde von Nour Jaafar und Reham Al-Nojoom

– Porträts von Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern, Fotografin: Reham Al-Nojoom

 Skulpturen in Stein und Holz von Astrid Hilt und Ralf Jenewein

Es singt der Saarländisch-syrische Chor „Ode an die Freude“

 Thomas Otto (Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes) und Patrick Selber (Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Saarbrücken) eröffnen die Veranstaltung.

Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas ist Schirmherr der Ausstellung.

www.arbeitskammer.de/ak/dialog-der-kulturen

Sammelseite für Posts in sozialen Netzwerken:

https://www.rebelmouse.com/formenpark/

Kriegs- und Nachkriegs-Generationen

ein Erfahrungsbericht zum Thema ´Integration´ (die, von lateinisch integrare ‚erneuern, ergänzen, geistig auffrischen‘) steht für:
…         (zur Begriffserklärung Wikipedia)

 

Am Wochenende hat es sich ergeben, dass wir mit Kasko, einem unserer neuen Freunde aus Kobane (22), zu Besuch bei meinen Eltern in meinem Heimatort Ihn (Saargau) waren.

Wir waren zum Mittagessen geladen. Oma Doris hat einen Kaninchenbraten aus eigener Zucht gemacht, und zum Nachtisch eine Giotto-Torte – es war wunderbar.
Das Familientreffen in dem von grünen Hügeln umringten Ort hat Kasko natürlich an zu Hause erinnert. Er erzählte davon, wie es früher mal war, und wie der Krieg alles verändert hat – Kriegsgeneration halt.
„So war das hier ja auch mal“ erinnerte sich mein Papa.

„Da haben die Leute hier ganz schön was geschafft“ der junge Kurde sinngemäß „ist alles wieder ganz“, und lässt seinen anerkennenden Blick über das Dorf gleiten, in dem mein Papa einst im Alter von fünf Jahren mit seiner Mutter zu den Trümmern seines Elternhauses gestiefelt war, um beim Beginn des ´Wiederaufbaus´ zu helfen. Das Haus meiner Großeltern allerdings war nur noch Schotter, der erstmal weg musste. Später, nachdem er aus der Gefangenschaft zurück gekommen ist, baute mein Opa dort das Nachkriegshaus auf, in dem 9-köpfige Familie wohnte, bis die Kinder nach und nach ausgeflogen sind. Mein Vater seinerseits ´flog´ seiner Arbeit als Gipser im Wirtschaftswunderland nach München, Paris, Lion bis er zur Zeit des kalten Krieges am Ende der Straße – ca. 50 Meter von seinem Elternhaus entfernt mit meiner Mutter das Haus kaufte, in dem ich mit meinen beiden Brüdern  aufgewachsen bin, und vor 40 Jahren den Stuckateur-Betrieb gründete, den mein Bruder inzwischen übernommen hat.
Heute – fast 77 Jahre nach dem Anfang des 2. Weltkriegs – sitzen wir also in dieser Idylle der ehemaligen Westfront, und lauschen den Erinnerung meines Vaters an den Wiederaufbau. Die Bombenkrater in unserer Gegend, die ich immer mit Schrecken gesehen habe, sind längst vom Wald integriert. Im Frühjahr werden sie von Fröschen als Kinderstube genutzt.
Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass ich die alten Geschichten, die mich als Kind immer so genervt hatten einmal so empfinden kann: nämlich als vorbei und überlebt.

 

noch vom 1. WK: amerikanischer Soldatenfriedhof bei Verdun

2015-11-28 10.06.19