FAQ Sockelrestaurierung bei Altbauten

“Machen Sie dann später noch was drauf, um den Stein zu schützen?” 


– Wenn es irgendwie gehr, lassen wir Sandsteinsockel so unbehandelt wie möglich.
Das ist nicht nur eine Frage der Optik: Der rohe Sandstein ist so ziemlich beste Material, den man sich für den Sockelbereich wünschen kann: Nimmt er doch Feuchtigkeit auf, und gibt sie nach außen ab.

Bei starker Feuchtigkeitsbelastung kann es zu Algen- und Moosbewuchs oder zu Ausblühungen kommen. Im Winter beseht Gefahr, dass Frostsprengung den Stein beschädigt. Der richtige Weg ist dann, der Feuchtigkeit entgegen zu wirken. Etwa durch eine passende Entwässerung. Wichtig ist es auch, einen Fugenmörtel zu wählen, der wasserdurchlässig ist. Wir verarbeiten meistens Kalk-Trass-Mörtel.
Ist der Sockel mit einer Wassersperre wie Zementputz überzogen, kann das Entfernen wahre Wunder bewirken: Feuchtigkeit, die durch die Kapillarwirkung vielleicht bis in die Wohnräume zieht, kann dann abtrocknen. Wir hatten schon Kundschaft, die sich dadurch eine Drainage sparen konnten.

Tipp: kalkulieren Sie bei starker Durchnässung des Sockels genügend Zeit ein, in der Sie die Fugen offen lassen. Es kann manchmal mehrere Monate dauern, bis das Mauerwerk getrocknet ist. Offene Fugen unterstützen dabei.

„Der Stein unterm Putz ist bestimmt viel zu kaputt, um wieder schön zu machen“

– Um festzustellen, wie der Sockel unter dem Putz aussieht, legen wir in der Regel eine Musterfläche an. Genau weiß man natürlich erst was Sache ist, wenn der gesamte Putz entfernt ist. Aber den ungefähren Zustand kann man meisten schon vorher abschätzen.



Napoleonskreuz in Niedersaubach

 

 

 

Napoleonskreuz 

Antoniuskapelle in Niedersaubach

 

Zu erkennen war nicht mehr so viel von dem Ehrendenkmal aus dem frühen 19. Jahrhundert. Ein versierter Heimatkundler aus dem Ort hatte schon eine Reihe von Schriftzeichen darauf vermutet, die sich aber im Nachhinein als Spuren herausstellten die der Krieg an dem Denkmal hinterlassen hatte. Bevor wir nun in unserer Verzweiflung anfangen wollten, unserer Fantasie freien Lauf zu lassen, kam dann doch die rettende Idee: Bei unseren Arbeiten auf einem Friedhof hier in der Gegend ist uns ein Denkmal ins Auge gefallen, das in der Außenform dem Napoleonkreuz gleicht. Es könnte also durchaus sein, dass es weitere ähnliche Kreuze aus dieser Zeit gab. 

 

weitere Fotos

 
Wir stellten ein Foto bei Facebook ein, und baten unser Netzwerk um mithilfe. Innerhalb einer halben Stunde hatten wir einige Fotos von ähnlichen Kreuzen, anhand derer wir das Kreuz rekonstuieren konnten.
Dann musste es eigentlich nur noch schnell gehauen werden 😉

 

Das Kreuz aus dem Jahre 1813 wurde nach den der Befreiung von Napoleons Besatzung errichtet als Ehrendenkmal für die gefallenen Soldaten. Bei seiner Restaurierung wurde es nun als Zeichen für den Frieden zum ´Mahnmal´ umbenannt.

Mittlerweile steht das Kreuz wieder auf seinem Platz an der wunderbaren Antoniuskapelle.