Fest auf dem alten Limbacher Friedhof

Großes Interesse an den restaurierten Gräbern

„Die Ur-Webers kommen aus Limbach“, meinte Karlsberg-Chef Richard Weber bei der Vorstellung der restaurierten Gräber auf dem Limbacher Friedhof. Viel Lob gab’s für den Initiator, Ortsvorsteher Heinz Grub.

Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf
Limbach. Der alte Friedhof hinter der Limbacher Elisabeth-Kirche hat ein in Teilen neues Gesicht. Nachdem in den vergangenen Monaten die verbliebenen Grabsteine des ehemaligen Grabfeldes mit großem Aufwand restauriert wurden (wir berichteten), stellte Limbachs Ortsvorsteher Heinz Grub, treibende Kraft hinter diesem ambitionierten Projekt, am Dienstag das neue Ensemble der Öffentlichkeit vor. Neben den wunderbar aufgearbeiteten Grabsteinen dabei wohl die größte Überraschung: die große Resonanz, nicht nur aus der Bevölkerung, sondern auch aus den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Gremien. So fanden sich in den Reihen derer, die an der Vorstellung teilnahmen, auch Landrat Clemens Lindemann, Kreisdenkmalpfleger Bernhard Becker, Kirkels Bürgermeister Frank John, der KSK-Vorstandsvorsitzende Gunar Feth oder auch Karlsberg-Chef Richard Weber. Und alle hatten sie einen guten Grund, das gute Ende einer guten Geschichte zu erleben.

Das galt nicht zuletzt für Weber, wurde ein Teil seiner Familie doch auf dem alten Limbacher Friedhof beigesetzt. Davon zeugt das größte noch erhaltene und nun wunderbar restaurierte Familien-Grabdenkmal der Limbacher Webers, beginnend mit Christian Friedrich Weber, dem Urahn des später in Altstadt geborenen Karlsberggründers Christian Weber. Der heutige Karlsberg-Chef Richard Weber: „Mir wird warm ums Herz, wenn ich sehe, wie viele Menschen heute erfahren, wo die Familie Weber herkommt.

Ab heute weiß es jeder: Die Ur-Webers kommen aus Limbach.“
In seiner Begrüßung dankte Heinz Grub all denen, die sich für den Erhalt der historisch bedeutsamen Grabsteine verdient gemacht hatten. Und auch hier hatte Richard Weber seinen Platz, beteiligte er sich doch in erheblichem Maße an den Sanierungs-Gesamtkosten von 26.000 Euro. Nicht unerwähnt ließ Grub vor allem aber auch die Arbeiten der beiden beteiligten Steinmetze und Bildhauer, Ralf Jennewein und Holger Kopp von Framaco Kopp samt dessen Team, die „hervorragende Arbeit“ geleistet hätten.

Landrat Clemens Lindemann betonte in seinem Grußwort die hohe Bedeutung, die der Erhalt alter Grabmale für die Identifikation einer Kulturgesellschaft habe. „Wir haben auf alten Friedhöfen immer dafür gekämpft, dass sie nicht vollständig neu organisiert, neu belegt werden, dass alte Grabsteine nicht verschwinden. Denn gerade die sind ein Zeugnis unserer Geschichte.’’ So hätte man seitens des Kreises entsprechend positiv auf Grub und dessen Anfrage nach Sponsoren reagiert. „Ich kann Heinz Grub für dieses Werk nur loben.“ Sichtlich begeistert vom Geleisteten kündigte Lindemann zusammen mit Gunar Feth auch noch die Aufstellung von Sitzbänken vor den Grabsteinen an.
Nach einem weiteren Grußwort von Pfarrerin Christiane Härtel, der „Hausherrin“ des alten Friedhofs, erläuterte dann Roland Paul vom Institut für Pfälzische Geschichte in Kaiserslautern die Geschichte des Webergrabes, sowohl in einem kurzen Vortrag, als auch am Grabmal selber. Und um die Bedeutung der Arbeit zu würdigen, zitierte er auch Heinrich Heine: „Jeder Mensch ist schon eine Welt, die mit ihm geboren wird und mit ihm stirbt. Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.“
Beitrag vom: 18.08.2011, 21:09

http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/lokalnews/Limbach-Friedhof-Graeber-Richard-Weber-restauriert;art27857,3893109#.TlNKvzu6e_E

http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/sz-redaktion/homburg-aktuell/Limbach-Friedhoefe-Spuren-Vergangenheit;art26727,3575282#.TkkFTL-hS64

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/homburg/Mit-Bier-fing-der-Aufstieg-der-Stadt-erst-an;art2802,3786434#.TkkEPb-hS64

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/homburg/Weber-homburg-karlsberg-grabmal-denkmal-limbach;art2802,3689071#.TkkFfr-hS64

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