Hany Ya

Palettenmöbel, Obst- und Weinkisten

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Astrid Hilt schreibt:

Wie Hany zu uns kam

Hany hat mich im Frühjahr 2016 über Facebook gefunden. Er schrieb mir, dass meine Freundin Traudel ihn schickt mit den Worten „wenn dir jemand halfen kann, dann die Astrid“.  Ich dachte schon – was soll das denn jetzt – ich bin doch Steinmetzin, und habe mit der einen syrischen Malerin schon genug zu tun … da zeigte er mir die Fotos von seiner Arbeit. Und ich war auf Anhieb total überfordert.

Das war jetzt etwas, von dem ich nichtmal wusste, dass es sowas gibt.

Al-Ajami – ist die Bezeichnung für die urtypische Damastener Ornamentmalerei. Sie ist in historischen Gebäuden wie Moscheen, Kirchen, aber auch in alten Wohnhäusern zu finden, und ziert die Wände und das gesamte Interior. Die Farben, die in den aufwändigen, zum Teil plastischen, meist floralen Ornamenten eingesetzt werden, sind im Vergleich zur Ornamentik in anderen Regionen besonders kräftig und klar, mit vergoldeten Akzenten. Heute ist diese Kunst nur noch selten zu finden. Ein Bekannter von mir – ein älterer Pharmazie-Professor aus Damaskus, der als Doktorand vor 40 Jahren zum ersten mal ins Saarland gekommen ist, sagte zu mir: „Astrid, da hast du einen Meister aufgegabelt! Aus vor dem Krieg gab es nicht mehr viele Handwerker, die diese Kunst in einer solchen Qualität beherrschen.

Hany hat mit 16 Jahren angefangen mit seinem Beruf. Er ist jetzt 33.  Nach seiner Lehrzeit hat er ein paar mal den Betrieb gewechselt, um noch mehr zu lernen, bevor er eine eigene Werkstatt aufbaute. In der Damastener Innenstadt konnte er für eins der großen, traumhaften Hotels arbeiten. Eine märchenhafte Sitzgruppe in der Innenhof-Longe ist in seinem Betrieb bemalt worden. In einem ersten Projekt, das mein saarländisches Gemüt vorsichtig an die morgenländische Farbenpracht gewöhnen sollte, haben wir diese wunderbare Kunst mit dem hiesigen vintage-Style kombiniert. (Ich: wir machen die Weinkiste nur ein bisschen sauber, und du malst dann ein Ornament drauf, ok?“ Hany: „Ok, ich nehme dann mal die Schleifmaschine. Dann sieht sie nachher aus wie neu.“ – „NEEEIIIINNN!!! – nur ein bisschen sauber machen, die Schrift soll sichtbar bleiben!“ … „?“)

Gemeinsam haben wir herausgefunden, wie eng die Ornamentik, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch in unserer Gegend verbreitet war, mit der in Damaskus verbunden ist. Es ist deutlich zu erkennen, wie die Kulturen sich immer und immer wieder gegenseitig inspiriert haben. Die alte Weinkiste ist wunderbar geworden. Inzwischen ist auch eine der schönsten Palettensofas entstanden, die die Welt jemals gesehen hat, und so einiges mehr.

Mit Hallo Saar wollen wir diese neue alte Formensprache im Saarland weiter integrieren.