Historische Grabmäler auf dem Limbacher Friedhof – Restaurierungsarbeiten

Restaurierung, Bildhauer, Gestaltung, Grabmal, Grabmalgestaltung, historisch, Denkmalpflege, Denkmal, Denkmalschutz, Sandstein, Lehmann, Bliesgau, Saar-Pfalz-Kreis, Homburg

Die Restaurierung der wunderschönen Grabsteine des Homburger Bildhauers Lehmann auf dem neuen Friedhof im Kirkel Limbach sind jetzt fertig. Die Ornamente  waren zum Teil stark ausgewaschen, und mussten rekonstruiert werden.

Uns ist es dabei wichtig, die originale Substanz so weit wie möglich unverändert zu lassen, und lieber an der ein oder andere Stelle den verwachsenen Zustand zu akzeptieren, als einen Eingriff in die gestalterische Qualität der Steine zu tätigen. So mussten wir am Grabmal Weiler das stark verwitterte Blütenornament rekonstruieren. Es war als solches gerade so noch zu erahnen. Etwas später hätte man nur noch Kreise mit Löchern erkannt. Zusammen mit dem Zapfen auf der rechten Seite arbeiteten wir eine Vierung, die im Winkel ausgeschnitten die verwitterte Bildhauerarbeit ersetzt. Des weiteren haben wir die in Rauchglas gesandstrahlte Jugendstil-Schrift wieder mit Blattgold gefasst, und die schwarze Glasplatte aufpoliert.

Jugendstil Grabmal Sandstein, Rauchglas, Vergoldete Schrift, Bildhauer, Homburg, Kirkel, Steinmetz
Deteilaufnahme des verwitterten Blütenornamentes

Jugendstil Grabmal Sandstein, Bildhauer, Homburg, Kirkel, Steinmetz

zum Pressebericht: hier klicken

künstlerische Trauerarbeit, Grabmale, künstlerische-Grabsteine, mason, sculptor, gravestone, tombstone

ein Beitrag dazu

von Gerd Imbsweiler

Gerd Imsweiler sammelt die Geschichten.  In folgendem Dokument beschreibt er die Geschichte des Grabmal der Familie Weber, aus der u.a. der Gründer der Karlsberg-Brauerei stammt.
historisches Grabmal, Weber, Karlsberg, Friedhof Limbach, Steinmetz, sculptor, sculpture, stonemason, historical tomb, gravestone

der in der Saarbrücker Zeitung veröffentlichte Artikel ist HIER zu finden

Grabdenkmäler – steinerne Geschichtsbücher,

Beispiel in Limbach: Das Grabmal der Familie Weber.Eine Würdigung der bedeutendsten Familienmitglieder, des Homburgers Christian Weber und des Limbachers Wilhelm Weber.

Alte, erhaltenswerte Bausubstanz ist in den meisten Dörfern unserer Gegend eine Seltenheit, auch in Limbach. Das hat seine Gründe: Nach dem 30jährigen Krieg waren sie entvölkert und zerstört. Die Neubesiedlung erfolgte dann durch Zuwanderer, meist aus der Schweiz. Ihre Häuser sind mit der Zeit baufällig geworden, Neubauten nahmen ihre Stelle ein; auch diese sind mittlerweile der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Hier war der Grund in der Regel der Modernisierungswahn der Nachkriegszeit. Sanierung war das Zauberwort. Die Folge: Bauten, an denen man die individuelle Entwicklung des Ortes ablesen kann, haben sich kaum erhalten. Die Dörfer sind dadurch städtebaulich weitgehend zur Einheitsware geworden, ein Trend, der sich fortsetzt. Ausnahme sind meist nur die Friedhöfe, wo hie und da noch historisch interessante Grabdenkmäler zu besichtigen sind. Aber auch diese Inseln sind gefährdet.

Um so erfreulicher ist es, dass sich in Limbach eine Initiative gebildet hat, die sich vorgenommen hat, historisch aussagekräftige Grabmäler, die der Zerstörungskultur entgangen sind, zu retten. Der Anfang mit der Restaurierung des Ludwig Weiler- und Christian Hock-Grabmals ist gemacht. (die SZ berichtete am 4. Januar). Die Arbeit lag in den bewährten Händen des Bildhauer-Ehepaares Ralf und Astrid Jenewein – bewährt, weil sie ihr Können mit der Restaurierung des „Leeb“, des Kriegerdenkmals, bewiesen haben; Entwurf und Umsetzung des Ensembles „Theobald-Anastasius Hock und Kurt Reinhard“ sind auch ihr Werk.

Nächstes Projekt soll das Webersche Familiengrab auf dem ehemaligen Friedhof hinter der prot. Kirche sein.

Die Restaurierungsarbeiten am Weber-Grabmal hat ein anderer Steinmetz-Betrieb aus dem Saarpfalz-Kreis durchgeführt. Hier zeigen wir unsere Fotos, die wir für unsere Dokumentation des Steins angefertigt haben.

Das Ankerkreuz

Anker-Kreuz aus Sandstein, Bildhauer, Steinbildhauer, Steinmetz, Saarland
Der „Korsten-Stein“

Beim Grabmal Korst haben wir uns bisher nur auf die Reinigung und das Schleifen und Auslegen der Schriftplatte beschrenkt. Das Kreuz mit dem Anker war seiner Zeit das Meisterstück des Bildhauers Karl Lehmenn. Es zeigt die Kunstfertigkeit des Meisters in voller Pracht. Leider ist der Originale Sockel irgendwann verlorengegangen. Man hat ihn durch einen gemauerten Sockel ersetzt, wobei es durchaus möglich ist, dass die ursprüngliche Form nachempfunden wuorden ist: Der Entwurf  ist evtl. nicht von Lehmann. Es gibt ein sehr ähnliches Stück in Saarbrücken, Friedhof St. Johann, und eins in Frankfurt.

 

.

Jugendstil-Steine in schwarzem schwedischen Basalt (SS1) – mit gesandstrahlten Ornamenten und teilweise vergoldeter Schrift.

 

.

.

Restaurierungsrundgang

Martin-Luther Str.

Friedhof, historische Grabsteine, Grabmal, Entwurf, Restaurierung, Naturstein, Sandstein, Bildhauer

.

.

.

One Reply to “Historische Grabmäler auf dem Limbacher Friedhof – Restaurierungsarbeiten”

Schreibe einen Kommentar