Presse über Astrid Hilt

Astrid am 18. Dezember 2009

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Brunnenskulptur am Ihner Dorfbrunnen

Kunstlexikon Saar – Bericht über den Ihner Brunnen

Wallerfangen, Hilt, Brunnenfigur

Astrid Hilt

“Brunnenbub”, 1995

Brunnenskulptur: Eifler Sandstein, 0,55 x 0,60 x 0,45 m

Wallerfangen, Ihn, Ecke Heininger Straße/Am Hohberg

Der Laufbrunnen mit dem T-förmigen Becken steht auf einer gepflasterten Fläche und schmiegt sich an eine Mauer an. Sandsteinplatten fassen den Rand ein. Vor der Mauer kniet auf dem hinteren Brunnenrand, etwas zur Seite versetzt, die Figur des “Brunnenbubs”. Das eine Knie über den Beckenrand gebeugt, das andere auf dem Rand hochgestellt, kauert der lebensgroß wiedergegebene Knabe über dem Wasser und spielt, völlig in sein Tun versunken, an dem angedeuteten Wasserzulauf. Die Skulptur aus Eifel-Sandstein entstand 1995 im Laufe der Vorbereitungen für die Gesellenprüfung der Steinbildhauerin Astrid Hilt und nahm 1999, als der Dorfbrunnen und sein Umfeld neu gestaltet wurden, ihren vorgesehenen Standort ein. Der “Brunnenbub” spielt auf die Vorliebe der Dorfjugend an, am Zulauf des Brunnens zu spielen und ihn mit allerlei Materialien zu verstopfen.

Bibliografie

  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2009

Oranna Dimmig

rt:Wallerfanger Ihn

Erschienen:17.07.1998 / SZ-Cic / SLS_LOK
Ressort:Saarlouis
Textname:brunnen
Verfasser:Schneider, Brigitta

Klein Kim steht Modell

Astrid Hilt schafft eine Kinderskulptur für den Ihner Brunnen

Wallerfanger Ihn (bs). Der Dorfbrunnen, Zierde im Ort und Treffpunkt der Bewohner zugleich. Was in vielen Orten normal ist, war in Ihn bisher nicht so. Denn die Brunnenanlage wirkt schmucklos und ist nicht attraktiv. ”Das soll anders werden” , versichert Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt. Läuft alles nach Plan, geht sein Wunsch auch bald in Erfüllung. Und fachkundige Hilfe hat der Ortsvorsteher ebenfalls. Unterstützung kommt von der Ihner Steinbildhauerin Astrid Hilt. Die junge Frau nimmt die letzten Feinarbeiten an einer Skulptur vor. Denn die Figur soll bald die Brunnenanlage schmücken. Kim, der fünfjähriger Neffe der Künstlerin, schaut genau zu, wie die Tante arbeitet. Schließlich stand er Modell. ”Das bin ich” , erklärt das aufgeweckte Kerlchen und achtet darauf, daß Astrid Hilt bei den Meißelarbeiten rund um die Kinderhand der Skulptur ja nicht einmal ausruscht. Die ”Steinbildhauerin” , die ihre Lehre in einem Saarlouiser Betrieb absolvierte, erhielt die Anregung für das Motiv rein zufällig. Ihr Patenonkel Klaus Grasmück und Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt sprachen die talentierte Handwerkerin an. ”Wie wär’s, wenn du mal was für den Brunnen machen willst” , schlugen die beiden Männer vor. Und die Frau willigte ein. ”Mein Gesellenstück hier unterzubringen, war von diesem Moment an klar” , berichtet Astrid Hilt. Die Ihnerin erinnerte sich an die Wasserspiele der Kinder. Und dieses Motiv setzte sie um. Aus dem Eifelsandsteinklotz arbeitete sie einen kleinen Jungen, der sich darum bemüht, das Wasserrohr zuzuhalten. Modell stand ihr Patenkind Kim. Rund siebzig Kilo schwer ist das Gesellenstück, das sie in etwas weniger als 120 Stunden fertigte. Da eine Skulptur nicht allein den Brunnen schmücken soll, wird jetzt die gesamte Anlage verschönert. Das jedenfalls haben sich die Ihner um Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt vorgenommen. ”Die Gemeinde hat kaum Geld, darum müssen wir den Restbetrag für die Umgestaltung aufbringen” , erklärt Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt. Das”Burrenfeschd am Hohberg” am Sonntag, 19. Juli, soll Geld für das Projekt einspielen. Gleichzeitig stellt Peter Hilt-Klein, der Bruder der Künstlerin, die geplante Anlage im Modell vor. Mit einem Frühschoppen beginnt das Burrenfeschd um 10 Uhr. Astrid Hilt, die gerade erst von einem neunmonatigen Berufspraktikum aus Italien zurückgekehrt ist, wird in der Umbauphase wiederum verreist sein. Sie hat sich zur Meisterschule in Aschaffenburg angemeldet. Ob dann ihr ”Meisterstück” wiederum ein Geschenk für die Dorfgemeinschaft wird, steht noch in den Sternen. Denn die Sache hängt von der Prüfungsaufgabe ab.

Saarbrücker Zeitung – Bericht über die Kunstaktion “Aus dem Verborgenen” in den homburger Schlossberghölen  (im Rahmen der Anne-Frank-Ausstellung)

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/homburg/Ansichten-einer-Arbeitsnacht-im-Homburger-Saalbau;art2802,2430227,1

Ressort:Lokales
Textname:hom.verborgen25.ART

Ansichten einer Arbeitsnacht im Homburger Saalbau

Ausstellung zeigt Ergebnisse des Kunstprojekts in Anlehnung an die Lebensumstände von Anne Frank

Haben Raum und Zeit Einfluss auf die Kunst? Dieser Frage ging das Kunstprojekt „Aus dem Verborgenen” in Anlehnung an das Leben Anne Franks nach. Die dabei entstandenen Werke sind nun im Homburger Saalbau zu sehen.

Homburg. Seit einigen Tagen werden im Homburger Saalbau in der Ausstellung „Ansichten einer Arbeitsnacht“ die Ergebnisse des Kunst-Projektes „Aus dem Verborgenen“ gezeigt. Vor einigen Wochen hatten sich 16 Künstler ganz bewusst und in Anlehnung an die Lebensumstände von Anne Frank für eine Nacht in die Abgeschiedenheit der Schlossberghöhlen begeben (wir berichteten). Zwölf Stunden lang stellten sie sich dabei sich selbst und einem künstlerischen Prozess, dessen Ergebnisse nun zu sehen sind. Homburgs erster Beigeordneter Rüdiger Schneidewind rückte das Projekt „Aus dem Verborgenen“ in seiner Begrüßung noch einmal ganz bewusst in den Kontext der Anne-Frank-Ausstellung, die bis zum gestrigen Dienstag im Forum gezeigt wurde. „Es ging beim Projekt ,Aus dem Verborgenen’ darum zu zeigen, was man Kreatives erschaffen kann, wenn man unter widrigen Bedingungen, und damit in Anlehnung an das Schicksal von Anne Frank, lebt.“

Sabine Graf, neben Carola Stahl von der freien Kunstschule Artefix eine der Initiatorinnen des Projektes, verdeutlichte in ihrer Einführung zur Ausstellung noch einmal die Intention. „Es ging uns darum, danach zu fragen, ob räumliche und zeitliche Bedingungen das künstlerische Schaffen beeinflussen.“ Als Teil des Rahmenprogramms der Anne-Frank-Ausstellung habe man, so Graf, das Dasein und die Arbeit im Verborgenen isoliert und für das künstlerische Vorhaben genutzt. „Die Ausstellung und der dazu gehörende Katalog dokumentieren diese zwölf Stunden und die Erlebnisse, die jeder Teilnehmer erfahren hat.“ Dabei sei „Aus dem Verborgenen“ keine Kunstausstellung im herkömmlichen Sinne, sondern die Dokumentation eines Prozesses, in dessen Verlauf künstlerische Arbeiten entstanden seien.

Carola Stahl reflektierte in ihren einleitenden Worten noch einmal die Erlebnisse der Nacht. „Bald fanden sich an den unterschiedlichen Arbeitsplätzen im Höhlenraum in sich versunkene Menschen, die an geheimen Plätzen mit etwas in Kontakt waren, das, trotz einiger Störungen von Außen, im Verborgenen geschah.“

Bis zum 6. Juli zeigt die Ausstellung im Homburger Saalbau all das, was den 16 Künstlern in dieser Nacht widerfahren ist. Die so entstandenen Kunstwerke dürfen nun ans Tageslicht. thw

Auf einen Blick

Die beteiligten Künstler: Barbara Hilgers, Astrid Hilt, Christian Horras, Petra Jung, Peter Köcher, Ingrid Lebong, Igor Michailow, Gisela Omlor, Manuela Osterburg, Katharina Pieper, Barbara Puppa, Monika Schrickel, Udo Steigner, Norbert Weber, Hedda Wilms und Susanne Wilms. Öffnungszeiten der Ausstellung: Mittwoch bis Freitag von elf bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. thw

Bildunterschrift

Fast schon andächtig studierten die Gäste der Ausstellungseröffnung die „Ansichten einer Arbeitsnacht”. Foto: Thorsten Wolf

4.Saarpfälzischer Kunstpreis 2002

Bildunterschrift

Viele Künstler, wie hier Astrid Hilt, waren schon beim Kunstpreis im Blumengarten tätig. Foto: Honk

Erschienen:19.08.2002 / Saarbruecker_Zeitung / HOM_LOK / BLOK61_3
Ressort:Lokales
Textname:hom.preis3.ART


Die Qual der Wahl in Sachen Kunst

Saarpfälzischer Kunstpreis für Katja Hennig aus Weimar – Viele Besucher kamen in den Bexbacher Blumengarten

Eine ganze Menge Entscheidungen musste die Jury in Sachen Kunstpreis treffen. Da hatten es kunstinteressierte Bürger schon leichter. Sie nutzten den Besuch des Blumengartens zum Kontakt mit Künstlern.

Bexbach (id). ,,Wir müssen uns hier pausenlos entscheiden. Das fällt schon schwer“, sagte Jürgen Ecker, Kunsthistoriker, Universitätsdozent und Leiter der Fachjury des gestern zum vierten Mal vergebenen Saarpfälzischen Kunstpreises. Wie seine Jury-Kollegen Mathias Beck, Galerist und Verleger, Ernest Uthemann, Leiter des Saarlandmuseums, und Ingeborg Koch-Haag, Kunsthistorikerin und -kritikerin, nahm auch Ecker am vergangenen Samstag und Sonntag immer wieder die insgesamt 24 Objekte und Installationen der an dem Wettbewerb teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland in Augenschein. Gestern Abend dann die Entscheidung: Der Saarpfälzische Kunstpreis 2002 ging in voller Höhe an Katja Hennig aus Weimar für ihr Projekt „Parkbeschilderung Menschen/Homo Sapiens“. Der Regionalpreis ging an Natalie Espinosa für ihre Installation. Und mit ihrem Mahnmal mit Bäumen gewann die Hamburgerin Vita Scholz den Publikumspreis.

,,Es gibt viele Kriterien, nach denen wir die Kunstwerke beurteilen. Der Raumbezug ist einer davon, wobei dieser in zweierlei Hinsicht gesehen wird. Zum einen verstehen wir darunter den Bezug zum Blumengarten und den dazugehörigen Einrichtungen, zum anderen den Bezug zu dem Lebensraum des Menschen. Diese Entscheidung machten wir uns nicht leicht, zumal es bei einem Preisgeld von 4000 Euro um richtig viel Geld geht“, sagte Ecker. Neben diesen 4000 Euro für den Saarpfälzischen Kunstpreis standen weitere 500 Euro für den Publikumspreis zur Verfügung. Wie in den Vorjahren konnten die Besucher des Bexbacher Blumengartens dabei auch die Künstlerinnen und Künstler bewerten, die nicht an dem Saarpfälzischen Kunstpreis teilnahmen und ihre Werke in der Freiluftgalerie im Luxemburger Garten ausstellten.

Außerdem stiftete die Firma Saar-Energie ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 1000 Euro für regionale Künstler.

,,Als Nicht-Fachmann kann man lediglich sagen, das gefällt mir oder gefällt mir nicht“, sagte Udo Wuttke, Mitarbeiter des Eigenbetriebs Messen der Stadt Bexbach. Von dem Projekt ,,Wasch-/Raum“ der Münchner Künstlerinnen Birgit Gutsche und Susanne Wagner war er spontan ganz angetan. In dem aus farblosem Acrylglas gefertigten Wasserrad mit einen Durchmesser von etwa 1,50 Meter montierten Gutsche und Wagner Siebdrucke von Fotovorlagen. ,,Wir hatten die Vorstellung von einem richtigen Blumengarten, also einem botanischen Garten. Aber genau das ist dieser Ort eigentlich gar nicht. Dieser Ort ist viel mehr ein Ort der Begegnung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wobei das Bergbaumuseum und die Bergehalde viel dominanter als die Blumen in dem Garten sind. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir vielleicht eine ganz andere Arbeit gemacht.“ Quasi unbewusst erfüllte Gutsches und Wagners Arbeit dennoch den von Ecker hervorgehobenen Raumbezug in zweierlei Hinsicht.

Dass Künstlerinnen und Künstler den Bexbacher Blumengarten nicht unbedingt kennen müssen, um im Rahmen des Saarpfälzischen Kunstpreises treffende Objekte und Installationen zu zeigen, demonstrierte zum Beispiel auch Beate Thierling aus Hanau mit ihrer ,,Bexbachia filzensis“. Das von der Farbenpracht tropischer Pflanzen inspirierte, aus über 250 handgefilzten Blatt- und Blütenformen hergestellte Objekt aus einer großen und drei kleineren Kugeln hängte sie an einer urwüchsigen Zeder in der Freiluftgalerie im Luxemburger Garten auf und zog damit die bewundernden Blicke vieler Blumengarten-Freunde an. Dass leuchtende Farben gut mit der in der Natur gegebenen Farbenvielfalt harmonieren, zeigte auch Linda Runa Rönsberg aus Siegburg. In ihrer ebenfalls in der Freiluftgalerie gestalteten ,,Kissenlandschaft“ aus Keramik kombinierte sie die Gemütlichkeit von Sofakissen mit Gesellschaftsspielen. Damit trage sie die Geselligkeit von Wohnzimmern nach draußen, so wie es in vielen südeuropäischen Ländern seit jeher Tradition sei.

Den direkten Kontakt mit den Besuchern der Veranstaltung nutzte sie als Quelle der Inspiration, indem sie sich nach beliebten Brettspielen erkundigte und diese auf Miniatur-Kissen verewigte.

In und mit einer Umgebung wie dem Bexbacher Blumengarten spielen, das setzte auch die im Saarland geborene und inzwischen in Berlin lebende Künstlerin Natalie Espinosa mit ihrer Arbeit um. Der Satz: ,,Guck mal! Da steht ein weißes Pony“ ist beim Anblick ihrer Installation absolut wörtlich zu nehmen. In der Größe eines ausgewachsenen Ponys hat sie auf einer der großen Freiflächen im Blumengarten das Wort Pony in strahlend weißen Buchstaben aufgestellt. Damit will Espinosa an die früher im Untertagebau von Gruben eingesetzten Arbeitstiere erinnern. Bei ihrem Pony steht weiß für Licht und bessere Zeiten ,,über Tage, im Licht der Sonne.“


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