Presse über Ralf Jenewein

Astrid am 18. Dezember 2009

„Handgemenge“ in der Deutschherrnkapelle

Saarbrücken. Am dritten Dezemberwochenende findet in Saarbrücken wieder die Ausstellung für Kunst und Kunsthandwerk „Handgemenge“ statt. Acht Kunsthandwerker und Künstler stellen am 17. und 18. Dezember (Samstag und Sonntag) jeweils von 10 bis 22 Uhr in der Deutschherrnkapelle in der Moltkestraße in Alt-Saarbrücken ihre neuesten Arbeiten aus. Die Künstlerinnen und Künstler sind während der ganzen Zeit anwesend. Alle ausgestellten Werke sind Unikate; nach der Ausstellung können sie auch gekauft werden.

Dieses Jahr stürzen sich Axel Fuhrmann-Kornbrust (Fotografie), Gabi Wagner (Radierungen), Ralf Jenewein (Bildhauerei), Ruth Moser (Goldschmiedearbeiten), Karl Heinz Hass (Malerei), Martin Steinert (Glas und Leuchten), Kornelia Landau (Goldschmiedearbeiten) und Alban Dörr (Malerei) ins „Handgemenge“. red

Erschienen:01.02.1993 / SZ-Cic / HOM_LOK
Ressort:Homburg
Textname:red.projekt
Verfasser:Redaktion der Saarbrücker Zeitung

Erschienen:23.07.2003 / Saarbruecker_Zeitung / HOM_LOK / BLOK61_6
Ressort:Lokales
Textname:hom.dohle.ART

Ein schwarzer Tag in schwerer Zeit

Am 18. März 1945 starben acht Limbacher unter der Brücke über den Mutterbach – Am Samstag wird Gedenktafel enthüllt

Es war ein schwarzer Tag in einer schweren Zeit – und nun soll daran erinnert werden: Am Samstag wird dort eine Gedenktafel enthüllt, wo 1945 durch ein Geschoss acht Limbacher ihr Leben verloren.

Limbach (bam). Schauplatz Limbach, die Brücke über den Mutterbach unweit des Freibades. Das Kalenderblatt zeigt den 18. März 1945, ein Sonntag zur Mittagszeit. Die Front des Zweiten Weltkrieges rückt zusehends näher, Artilleriebeschuss ist an der Tagesordnung. Es ist schon fast nichts Besonderes mehr, immer wieder Schutz suchen müssen in Kellern, Bunkern oder unter eben dieser Brücke über den Mutterbach. „Dohle“ sagt man in Limbach zu der Verrohrung, die recht tief unter dem Weiherdamm hindurch führt. Sichere Zuflucht bot dieser „Dohle“ bisher stets. An diesem Tag sollte es anders kommen. Ein Geschoss, abgefeuert aus einem amerikanischen Geschütz, trifft den Durchlass haargenau. Sieben der zwölf Menschen, die sich darunter versteckt hatten, sind auf der Stelle tot, ein Mann stirbt an seinen Verletzungen. Zwei Tage später ist der Zweite Weltkrieg für Limbach zu Ende, amerikanische Truppen marschieren ein.

„Der reine Wahnsinn“, sagte Ortsvorsteher Gerd Imbsweiler, als er in der vergangenen Sitzung des Kirkeler Gemeinderates über ein Projekt informierte, das nun beendet wurde. Am kommenden Samstag, 26. Juli, wird eine Gedenktafel an der Unglücksstelle enthüllt. Darauf eingraviert: die Namen der Limbacher Opfer vom 18. März 1845. „So wie der Ort des damaligen Geschehens im Laufe der Zeit zugewachsen ist, so schwanden auch die Erinnerungen an diese Katastrophe“, skizziert Imbsweiler. Zusammen mit dem Ortsratsmitglied Axel Schott habe er deswegen beschlossen, die Stelle wieder zugänglich zu machen, „um so das Ereignis über die Anschaulichkeit wieder präsent zu machen“. Immer samstagmorgens war in den zurückliegenden Wochen und Monaten seit vergangenen November Arbeitseinsatz angesagt, und die Aktion stieß auch auf rege Unterstützung durch örtliche Jugendliche.

Zeitzeugen wurden gesucht

Michael Schott, Tobias Kühn, Till Nägle, Waldemar Schmidt, Kai Nägle, Philippe Börner und Steffen Imbsweiler-Finkler investierten zusammen 176 Arbeitsstunden, um die Vorbereitungen für die „Gedenkstätte“ am so genannten Dohle zu schaffen. Bäume wurden gefällt, Erdbewegungen ausgeführt, und ganz bewusst, so Imbsweiler, sei dabei auf übliches modernes Gerät wie Heckenschere, Motorsäge oder Bagger verzichtet worden. Das gerodete Hangareal wurde großflächig mit Rindenmulch zugedeckt.Der Limbacher Künstler Erhard Roland entwarf die Gedenktafel, die der Bildhauer und Steinmetz Rolf Jenewein jetzt in die Tat umsetzte. Gesponsert wurde die Sandsteinplatte von Klaus Homberg vom Heefche, der die Kosten in Höhe von 1050 Euro übernahm. Erfolg hatte der Appell des Ortsvorstehers, dass sich doch Zeitzeugen melden sollen, um den Ablauf des Infernos zu rekonstruieren. „Dieser Aufruf hat gefruchtet“, berichtete er. „Hilde Kuball geborene Russi konnte mitteilen, dass nicht nur Minchen Klein geborene Leibrock bei dem Granateinschlag davon kam, sondern auch Käthe Altherr geborene Serr, ihr Kleinkind Jürgen und ihr Vater Karl Serr, dem es allerdings beide Füße wegriss“. Bei der Einweihung des „Dohle“-Mahnmals wird Gertrud Passauer aus ihrem Tagebuch die Passagen der damaligen Zeit vorlesen. Den größten Part der Einweihung werden im Wesentlichen die Jugendlichen übernehmen, die erläutern, was der Anlass ihres Engagements war und das Ergebnis ihrer Aktion präsentieren. Beginn ist am 26. Juli, zehn Uhr, alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.

Karl Oster, der damals in Limbach tätige protestantische Pfarrer, hat diesen letzten Kriegstagen in Limbach in seinen Jahresberichten ein eigenes Kapitel gewidmet. Er schreibt über die Vorkommnisse am 17. und und 18. März 1945:

„Am Samstag früh wurde es ernst: Überall zogen Fremdarbeiter durch die Gegend, die sich selbstständig gemacht hatten, wild heulten die Granaten über uns weg, aus Richtung Bierbach kommend und am Beeder Kraftwerk wie am Bahnhof Homburg einschlagend . . .

An Gottesdienst war nicht zu denken

Plötzlich in der Nacht gegen elf Uhr, was ist das? Ssssss, rums, ssssss, rums ! Artilleriefeuer auf Limbach ! Raus aus den Betten, sofort in die nördlich gelegenen Kellerräume! Am Morgen wurde bekannt: zwei Tote, zwei Schwerverletzte, mehrere Häuser beschädigt. So also sieht der Krieg aus. Am Sonntagvormittag blieb es wieder ruhig. Da, mittags um vier Uhr wieder das verteufelte sssss, rums, ssssss, rums, so rasch wie möglich wieder in die nördlichen Keller. Ein Feldwebel meldet Personenverluste am Weiherdamm, zwei Schwerverletzte, ein Sterbender, mit dem ich noch sprechen kann, und sieben Tote, wieder einige Gebäudeschäden, diesmal mehr im so genannten Oberdorf. Zum Glück dauerte die Beschießung nicht lange. An Gottesdienst war an diesem Sonntag natürlich nicht zu denken, wenigstens in Limbach.“


Ausstellung im Studentenwohnheim

Homburg (red). Im Studentenwohnheim, Oskar-Orth-Straße 11a, wird am heutigen 1. Februar, 20 Uhr, eine Ausstellung eröffnet. Die gezeigten Werke, die bis 31. Oktober dieses Jahres im Homburger Studentenwohnheim zu sehen sein werden, werden im Rahmen der Reihe ”Studenten für Studenten” einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelt sich bei dieser Ausstellung um ein Projekt der Hochschule der bildenden Künste Saar in Zusammenarbeit mit dem Studentenwohnheim der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes unter Leitung von Professor Jo Enzweiler. An dem Projekt sind als ausstellende Künstler beteiligt: Thomas Augustin, Andrea Gercke-Reinsch, Suzanne Schön-Basten und Ralf Jenewein.


Erschienen:22.09.2009 / SZR / PM_MAN / DLOK80_3
Ressort:Lokales
Textname:PM_MAN.HP.DLOK80_3.ART4

Blumengarten wird zum Künstleratelier

Elf Teilnehmer gestalten Steine bei einem Bildhauer-Workshop

Hauptsächlich für ihren Garten sind die Kunstwerke der Teilnehmer beim Steinbildhauer-Workshop im Bexbacher Blumengarten bestimmt. Unter Leitung von Ralf Jenewein entstanden verschiedene Skulpturen.

Bexbach. Ganz im Zeichen der Steinbildhauerkunst stand am vergangenen Wochenende der Bexbacher Blumengarten. Unter der künstlerischen Leitung von Bildhauer und Diplomdesigner Ralf Jenewein bearbeiteten die zehn Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer im Rahmen eines Workshops auf der großen Wiese vor der Jugendverkehrsschule unter freiem Himmel ihre Sandsteine (wir berichteten).

Durch das stetige Hämmern und Klopfen mit Fäustel, Spitzeisen, Knüpfel und Zahneisen entstanden auf diese Weise kunstvolle Objekte und Skulpturen. Interessierte Spaziergänger und Besucher, die in dieser spätsommerlichen Parklandschaft unterwegs waren, wurden angelockt. Sie nutzten die Gelegenheit, in dem zu einem kleinen Künstleratelier umfunktionierten Blumengarten den Steinbildhauern über die Schulter zu schauen und zu beobachten, wie diese sich mit ihrem Lieblingsmaterial, dem Sandstein, auseinandersetzten. Er sehe sich lediglich als „Tippgeber, der den Teilnehmern bei Problemen hilft oder das eine oder andere Werkzeug zur Verfügung stellt“, erklärte Jenewein.

Bereits zum fünften Mal nimmt Gisela Hittinger an einem Steinbildhauer-Workshop teil. „Da kann man sich so richtig schön auspowern“, meinte sie. „Die Steinarbeiten finden alle Platz in meinem urwüchsigen Garten“, fügte sie hinzu. Ihre Motive sind Schnecken, eine aufgehende Sonne oder verschiedene Tierformen.

Sie lasse sich durch das freie Schaffen in der Gemeinschaft und in der freien Natur inspirieren, erzählt Silvia Weichel aus Hangard. Bei ihrer ersten Teilnahme habe ihr das schöne Ambiente im Blumengarten so gut gefallen, dass sie sich wieder angemeldet habe. „Es ist schön und macht Spaß, mit Gleichgesinnten zusammen zu arbeiten und dabei von ihnen noch etwas zu lernen“, betonte Weichel.

Sie fertigte im Blumengarten ein etwas größeres Relief mit einer Menschengruppe an, das in ihrem Garten einen schönen Platz finden soll.

Einziger Mann unter den zehn Teilnehmerinnen des Bildhauersymposiums war Erich Morlo aus St. Ingbert. Er beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der Steinbildhauerei. „Mich interessierte schon immer die Geologie und die Unbeugsamkeit des Materials Stein“, erzählte Morlo. Wegen des vielfältigen Musters und der unterschiedlichen Farbgebung arbeite er lieber mit Stein als mit Holz. Bei seiner dritten Teilnahme war er dabei, eine Vogeltränke mit Frosch-Motiv zu meißeln. „Das fertige ich auf Wunsch für einen runden Geburtstag an“, erklärte er.

Zum zweiten Mal machte Gisela Donsch mit, die aus einem Sandstein einen Hahn herausmeißelte. „Fun und Freude“ stehen im Vordergrund, erzählte die Homburgerin. re

„Da kann man sich so richtig schön auspowern.“

Gisela Hittinger

Bildunterschrift

Erich Morlo aus St. Ingbert beschäftigt sich schon seit mehr als zehn Jahren mit der Steinbildhauerei. Foto: Bernhard Reichhart

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