Kleine Wächterin – Skulptur aus Roteiche

Info: Kleine Wächterin - Gesicht
  1. die Idee
  2. Gedanken dazu: eine gerechtere Welt ist möglich
  3. die Veränderungen im Laufe der Zeit

die Idee
Text aus dem Jahr 2009

Die Idee für diese Holzskulptur hatte ich auf einer Reise in die Toskana, bei der ich eine naturmystische Erfahrung machen durfte.

Der Ihner Bach – dort bin ich aufgewachsen. Bis Cattenom sind es keine 30km Luftlinie

Thema der Skulptur ist ein Mädchen, dass um seine Heimat kämpft. Ich lebe mit meiner Familie in unmittelbarer Nähe zu Cattenom, und damit mit einem ständigen, unkalkulierbarem Risiko für unsere Gesundheit.

Das Mädchen steht als Hüterin für die Zukunft einer übergroßen Macht entgegen: der Macht der unfassbaren Summen, die sich Tag für Tag mit diesem Kraftwerk verdienen lassen, also der Kraft der Konzentration des Geldes.

Gedanken dazu:
eine gerechtere Welt ist möglich 

Kleinere Kraftwerke bedeuten mehr Arbeit für Menschen, verteiltes Risiko, neue, innovative Möglichkeiten, aber vor Allem die Verteilung dieser Unsummen, und der enormen Macht, die damit verbunden ist, auf eine große Anzahl Menschen.
Diese große Anzahl an Menschen kann zu einer ausgleichenden Gegenmacht werden, wenn sie sich nicht mehr betrügen lässt durch einen scheinbar günstigeren Energiepreis, der aus lobbyistischen Gründen mit unfassbaren Summen an Steuergeldern teuer subventioniert wird.
Gerade klimafreundliche Kleinkraftwerke sind für unsere Zukunft wichtig.

die Veränderungen im Laufe der Zeit

Wie die Vision von klimafreundlicher Energiegewinnung, die niemandens Heimat bedroht, ist auch diese Holzskulptur im Laufe der Jahre gealtert.
inzwischen stelle ich sie nur noch selten im Außenbereich aus.

Von Kunst und Biergeschichte

Text: Astrid Hilt
Fotos: Hardy Alles

Kunst am Beckerturm St. Ingbert

Von einer sehr saarländischen Kunstausstellung im August 2018

Zum 12. Mal luden die Sankt Ingberter Turmkünstler*innen zur Kunstausstellung im bzw. am Turm der ehemaligen Becker-Bier Brauerei ein.
In diesem Jahr durfte ich als Gastkünstlerin mit ausstellen – zusammen mit den beiden Maler*innen Dieter List und Katja Hess, die beide auf dem Bliesgau tätig sind.

Der Beckerturm, zurecht Wahrzeichen der Stadt Dt. Ingbert, wurde 1925 bis 1931 nach den Plänen Hans Herkommers erbaut.

Schon in der Vorbereitung zur Ausstellung war mir klar: Das hier hat Potential! Allein das Gebäude ist schon sehenswert. Von Außen ist ist es imposant, Innen ein Erlebnis. Im Rahmen der Ausstellungen kann man sich neben eigenen Erkundungstouren vom Brauerei-Original Norbert Dettweiler in die Turmgeheimnisse einweihen lassen.  

Der ´Spinnenraum´

Wir drei hübschen – also Katja, Dieter und ich – wurden in den Spinnenraum ´gesteckt´ – ein Raum, der nicht nur bei uns spontan die Frage aufgeworfen hatte – “Äääähm – was ist denn DAS?!” Gelegen im Stockwerk 3 1/2 wirkt die Tür eher unscheinbar. Man vermutet eher eine Abstellkammer als einen ernstzunehmenden Teil eines Industriegebäudes. Öffnet man sie, sieht man sich aber auf einer Empore mit Blick auf eine Konstruktion aus großen, diagonal zur Mitte der Decke angeordneten Rohren, die offensichtlich einst einem praktischen Zwecke dienten. 

Das Räumchen über dem Spinnenraum wurde kurzerhand von meiner Tochter zum Chill-Loft gemacht.  

Dazu gibt es sowas wie eine Hühnerleiter, die in einen kleinen, lichtdurchfluteten Raum führt, der diesen Teil des Turms sozusagen bekrönt. Darin zu finden ist ein wie ein Ufo aussehendes Ding, das die Decke durchdringt, und an dessen Unterseite die Rohre befestigt sind. Norbert, der mehrere Jahrzehnte in der Brauerei gearbeitet hatte, weiß über die technische Funktion der Konstruktion: Hier wurde das Malz in die verschiedenen Silos der Brauerei verteilt, in denen dann die Zutaten für die unterschiedlichen Biere gemischt wurden, bevor sie in die Kessel kamen. Soweit so gut – für UNS stellte sich die Herausforderung, wie wir das ganze so einrichten, dass a) unsere Kunst von der Konstruktion nicht verschlungen wurden, und b) die Leute beim Blick in den Raum ausreichend Anlass fanden, den gar nicht so leichten Weg über die Treppe zu unseren Arbeiten zu auf sich zu nehmen. Ich für meinen Teil hatte noch dazu ein paar Kilos zu bewegen, aber dabei haben mir mein Mann und unsere Mitarbeiter super geholfen.

meine Exponate

Die Vernissage

Am Samstag dem 25. August war dann die Eröffnung der Ausstellung. Begleitet durch den Saxophonisten Thomas Teichfischer hatten sowohl die ausstellenden Kunstschaffenden das Wort, als auch der der Hausherr Stefan Braun und der saarländische Umweltminister Reinhold Jost, Schirmherr der Veranstaltung. 

Die Ausstellung

Über 6 Stockwerke verteilt gab es so einiges zu entdecken. Grafiken, hochkarätige Malerei, Skulpturen und Plastiken, Fotografie, aber auch meisterliche Möbelrestaurierung sowie verschiedene Arbeiten aus dem kunsthandwerklichen Bereich – das abwechslungsreiche Angebot lies in jedem der Räume seine ganz spezielle Atmosphäre entwickeln.

Los geht´s!

Dann strömten die Besucherscharen in die Ausstellung. Na ja, ganz so dramatisch war es nicht. In dem Gebäude kann man sich ja durchaus ganz angenehm verteilen – so als Masse 

Und so kam es, dass es schon bei der Vernissage Freiraum für intensive Gespräche gab, was sonst im Trubel der Eröffnung häufig etwas zu kurz kommt.  Die Ausstellung
Über 6 Stockwerke verteilt gab es so einiges zu entdecken. Grafiken, hochkarätige Malerei, Skulpturen und Plastiken, Fotografie, aber auch meisterliche Möbelrestaurierung sowie verschiedene Arbeiten aus dem kunsthandwerklichen Bereich – das abwechslungsreiche Angebot lies in jedem der Räume seine ganz spezielle Atmosphäre entwickeln.

von Malerei bis Raku

Astrid Woll-Herrmann, Malerin und Initiatorin der Gruppe der „Turmkünstler“, hat zusammen mit Vanessa Hambach, ebenfalls Malerin und Turmkünstlerin, und den witzigen Plastiken aus Raku der Saarbrücker Künstlerin Karin Klein den Raum schräg gegenüber von uns bespielt. Wie die meist großformatigen Bilder diesen Raum veränderten ging unter die Haut.
Den untersten Raum haben seit einigen Jahren die versierten Freizeitkünstler*innen mit ihrer Specksteingruppe bevölkert. In ihrem fein herausgeputzten Atelier zeigten sie ihre Werke unter den außer Betrieb genommenen enormen Braukesseln.
12 Ausstellerinnen und Aussteller sind alleine schon in der Gruppe der Turmkünstler. Dazu kommen 12 Kunstschaffende, die als Gäste mit ausstellen durften. 
Zur Finissage bespielte Gaby Klees mit einer Vorführung mit Trommeln, Staabrasseln,  Gesang und Großpuppen im nostalgisch anmutenden Sudkesselraum den Abschluss.


Katja Heß

Dieter List

 Blick in den Nachbarraum – Turmkünstlerin Astrid Woll-Herrmann

Helden

Die Idee:

Das Thema beschäftigt mich seit 2006 . Es geht mir darum, Helden als Leitbilder für die Gesellschaft zu erforschen.
Starke Entscheidungen brauchen funktionierende Vorbilder, von denen man eine Art Vorbildung für den Ernstfall ableiten kann.

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