Naturstein-Pflege im Außenbereich

Wenn Sie ihre Natursteine vom Moos und Pflanzenbewuchs befreien möchten, haben wir folgenden Rat:

  1. auf keinen Fall Essig! – Vor allem Kalkhaltige Natursteine sind säureempfindlich.
  2. Vorsicht mit dem Hochdruckreiniger! Bei weichen Steinen wie Sandstein und manchen Kalksteinen beschädigt der Hochdruckreiniger die Oberfläche, und trägt so zur schnelleren Verwitterung bei.
  3. Chemie: weniger ist besser.
  • Machen Sie einen Test. Wie weit kommen Sie mit heißem Wasser (so heiß wie möglich) und einer Bürste btw. Spachtel?
  • Probieren Sie auch heißes Wasser (möglichst bald nach dem Kochen) mit Waschsoda aus. Das bewährte Hausmittel finden Sie in jedem Supermarkt.
  • Wenn es hartnäckiger ist: versuchen Sie eine Lösung mit Eau de Javel.

4. verzichten Sie möglichst auf Imprägnierungen!

  • Seit Jahrzehnten sind wir immer wieder damit beschäftigt, Spätschäden von schief gelaufener Imprägnierung zu beheben. Es gibt einen Oberflächenschutz, der nicht in den Stein eindringt und außerdem wasserdampfdurchlässig ist. Er hat nicht nur Vorteile, weshalb wir auch diesen nicht uneingeschränkt empfehlen. Aber er macht aber nichts kaputt, und kann unter Umständen einiges an Arbeit erleichtern.

Altbau Tipp: Bitte nicht „kärchern“!

Reinigung historischer Sandsteinteile

Sandstein-Restaurierung bei Altbauten:

Und wieder war der Maler schneller.
Nein, es liegt nicht dran, dass Steinmetze nicht wissen, wie man ein Reinigungsgerät bedient. In der Restaurierung von Altbauten haben wir gute Gründe dafür, wenn wir mit Bürsten und Spachteln Moose und Flechten abkratzen in mühevoller Kleinarbeit.
Aber trotzt aller Vorwarnungen hat er beim Reinigen der Fassade die Sandsteinteile mit dem Dampfstrahler ´gereinigt´.

Der Effekt:
Die Oberfläche ist ein Stück rauer geworden. Jetzt dringt Wasser schneller ein, läuft weniger gut ab, und es trocknet etwas langsamer.
Ein paar der weichen Teile der beeindruckenden Bauornamentik gingen verloren.

Es ist zum Heulen!

Bauteile aus Sandstein sollten mechanisch von Hand, gegebenenfalls mit einem chlorhaltigen Reinigungsmittel und nur in Ausnahmen und mit Vorsicht mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden.
Auch Heißes Wasser hilft.
Auf Hochdruck sollte jedoch verzichtet werden.

Weg mit der Dreckfräse!

Auf gar keinen Fall sollte man Sandstein mit der sogenannten ´Dreckfräse´ reinigen. Die rotierende Reinigungsdüse kann den weichen Stein zerstören.

Insbesondere Profilierungen und kostbare filigrane Arbeiten werden dadurch zerstört!

Vorsichtiges fachgerechtes Entfernen der schadhaften Fugen

Sockelrestaurierung bei Altbauten

“Machen Sie dann später noch was drauf, um den Stein zu schützen?” 


– Wenn es irgendwie gehr, lassen wir Sandsteinsockel so unbehandelt wie möglich.
Das ist nicht nur eine Frage der Optik: Der rohe Sandstein ist so ziemlich beste Material, den man sich für den Sockelbereich wünschen kann: Nimmt er doch Feuchtigkeit auf, und gibt sie nach außen ab.

Bei starker Feuchtigkeitsbelastung kann es zu Algen- und Moosbewuchs oder zu Ausblühungen kommen. Im Winter beseht Gefahr, dass Frostsprengung den Stein beschädigt. Der richtige Weg ist dann, der Feuchtigkeit entgegen zu wirken. Etwa durch eine passende Entwässerung. Wichtig ist es auch, einen Fugenmörtel zu wählen, der wasserdurchlässig ist. Wir verarbeiten meistens Kalk-Trass-Mörtel.
Ist der Sockel mit einer Wassersperre wie Zementputz überzogen, kann das Entfernen wahre Wunder bewirken: Feuchtigkeit, die durch die Kapillarwirkung vielleicht bis in die Wohnräume zieht, kann dann abtrocknen. Wir hatten schon Kundschaft, die sich dadurch eine Drainage sparen konnten.

Tipp: kalkulieren Sie bei starker Durchnässung des Sockels genügend Zeit ein, in der Sie die Fugen offen lassen. Es kann manchmal mehrere Monate dauern, bis das Mauerwerk getrocknet ist. Offene Fugen unterstützen dabei.

„Der Stein unterm Putz ist bestimmt viel zu kaputt, um wieder schön zu machen“

– Um festzustellen, wie der Sockel unter dem Putz aussieht, legen wir in der Regel eine Musterfläche an. Genau weiß man natürlich erst was Sache ist, wenn der gesamte Putz entfernt ist. Aber den ungefähren Zustand kann man meisten schon vorher abschätzen.