Von Kunst und Biergeschichte

Kunst am Beckerturm St. Ingbert

Zum 12. Mal luden die Sankt Ingberter Turmkünstler*innen zur Ausstellung im bzw. am Turm der ehemaligen Becker-Bier Brauerei ein. In diesem Jahr durfte ich als Gastkünstlerin mit ausstellen – zusammen mit den beiden Maler*innen Dieter List und Katja Hess, die beide auf dem Bliesgau tätig sind.

Der Beckerturm, zurecht Wahrzeichen der Stadt Dt. Ingbert, wurde 1925 bis 1931 nach den Plänen Hans Herkommers erbaut.
Schon in der Vorbereitung zur Ausstellung war mir klar: Das hier hat Potential! Allein das Gebäude ist schon sehenswert. Von Außen ist ist es imposant, Innen ein Erlebnis. Im Rahmen der Ausstellungen kann man sich neben eigenen Erkundungstouren vom Brauerei-Original Norbert Dettweiler in die Turmgeheimnisse einweihen lassen.
 
 

Der Spinnenraum

Wir drei hübschen – also Katja, Dieter und ich – wurden in den Spinnenraum ´gesteckt´ – ein Raum, der nicht nur bei uns spontan die Frage aufgeworfen hatte – “Äääähm – was ist denn DAS?!”
 
Gelegen im Stockwerk 3 1/2 wirkt die Tür eher unscheinbar. Man vermutet eher eine Abstellkammer als einen ernstzunehmenden Teil eines Industriegebäudes. Öffnet man sie, sieht man sich aber auf einer Empore mit Blick auf eine Konstruktion aus großen, diagonal zur Mitte der Decke angeordneten Rohren, die offensichtlich einst einem praktischen Zwecke dienten.
 
Das Räumchen über dem Spinnenraum wurde kurzerhand von meiner Tochter zum Chill-Loft gemacht.
 
Dazu gibt es sowas wie eine Hühnerleiter, die in einen kleinen, lichtdurchfluteten Raum führt, der diesen Teil des Turms sozusagen bekrönt. Darin zu finden ist ein wie ein Ufo aussehendes Ding, das die Decke durchdringt, und an dessen Unterseite die Rohre befestigt sind. Norbert, der mehrere Jahrzehnte in der Brauerei gearbeitet hatte, weiß über die technische Funktion der Konstruktion: Hier wurde das Malz in die verschiedenen Silos der Brauerei verteilt, in denen dann die Zutaten für die unterschiedlichen Biere gemischt wurden, bevor sie in die Kessel kamen. Soweit so gut – für UNS stellte sich die Herausforderung, wie wir das ganze so einrichten, dass a) unsere Kunst von der Konstruktion nicht verschlungen wurden, und b) die Leute beim Blick in den Raum ausreichend Anlass fanden, den gar nicht so leichten Weg über die Treppe zu unseren Arbeiten zu auf sich zu nehmen. Ich für meinen Teil hatte noch dazu ein paar Kilos zu bewegen, aber dabei haben mir mein Mann und unsere Mitarbeiter super geholfen.

Die Vernissage

Am Samstag dem 25. August war dann die Eröffnung der Ausstellung. Begleitet durch den Saxophonisten Thomas Teichfischer hatten sowohl die ausstellenden Kunstschaffenden das Wort, als auch der der Hausherr Stefan Braun und der saarländische Umweltminister Reinhold Jost, Schirmherr der Veranstaltung.
 

Die Ausstellung

Über 6 Stockwerke verteilt gab es so einiges zu entdecken. Grafiken, hochkarätige Malerei, Skulpturen und Plastiken, Fotografie, aber auch meisterliche Möbelrestaurierung sowie verschiedene Arbeiten aus dem kunsthandwerklichen Bereich – das abwechslungsreiche Angebot lies in jedem der Räume seine ganz spezielle Atmosphäre entwickeln.
Astrid Woll-Herrmann, Malerin und Initiatorin der Gruppe der „Turmkünstler“, hat zusammen mit Vanessa Hambach, ebenfalls Malerin und Turmkünstlerin, und den witzigen Plastiken aus Raku der Saarbrücker Künstlerin Karin Klein den Raum schräg gegenüber von uns bespielt. Wie die meist großformatigen Bilder diesen Raum veränderten ging unter die Haut.
Den untersten Raum haben seit einigen Jahren die versierten Freizeitkünstler*innen mit ihrer Specksteingruppe bevölkert. In ihrem fein herausgeputzten Atelier zeigten sie ihre Werke unter den außer Betrieb genommenen enormen Braukesseln.
12 Ausstellerinnen und Aussteller sind alleine schon in der Gruppe der Turmkünstler. Dazu kommen 12 Kunstschaffende, die als Gäste mit ausstellen durften. 
Zur Finissage bespielte Gaby Klees mit einer Vorführung mit Trommeln, Staabrasseln,  Gesang und Großpuppen im nostalgisch anmutenden Sudkesselraum den Abschluss.

Dann strömten die Besucherscharen in die Ausstellung. Na ja, ganz so dramatisch war es nicht. In dem Gebäude kann man sich ja durchaus ganz angenehm verteilen – so als Masse Und so kam es, dass es schon bei der Vernissage Freiraum für intensive Gespräche gab, was sonst im Trubel der Eröffnung häufig etwas zu kurz kommt.
 
 
Die Ausstellung
Über 6 Stockwerke verteilt gab es so einiges zu entdecken. Grafiken, hochkarätige Malerei, Skulpturen und Plastiken, Fotografie, aber auch meisterliche Möbelrestaurierung sowie verschiedene Arbeiten aus dem kunsthandwerklichen Bereich – das abwechslungsreiche Angebot lies in jedem der Räume seine ganz spezielle Atmosphäre entwickeln.
Astrid Woll-Herrmann, Malerin und Initiatorin der Gruppe der „Turmkünstler“, hat zusammen mit Vanessa Hambach, ebenfalls Malerin und Turmkünstlerin, und den witzigen Plastiken aus Raku der Saarbrücker Künstlerin Karin Klein den Raum schräg gegenüber von uns bespielt. Wie die meist großformatigen Bilder diesen Raum veränderten ging unter die Haut.
Den untersten Raum haben seit einigen Jahren die versierten Freizeitkünstler*innen mit ihrer Specksteingruppe bevölkert. In ihrem fein herausgeputzten Atelier zeigten sie ihre Werke unter den außer Betrieb genommenen enormen Braukesseln.
12 Ausstellerinnen und Aussteller sind alleine schon in der Gruppe der Turmkünstler. Dazu kommen 12 Kunstschaffende, die als Gäste mit ausstellen durften.
Zur Finissage bespielte Gaby Klees mit einer Vorführung mit Trommeln, Staabrasseln, Gesang und Großpuppen im nostalgisch anmutenden Sudkesselraum den Abschluss.
 
 

Skulpturen von Astrid Hilt

Bilder mit Rost – Katja Heß
 

Drei Sicht nennt Dieter List seine Bilderserie. Im Vorbeigehen entsteht ein interessantes Farbenspiel.
 
 
 
 
 

Astrid Hilt – „Karpfen“ – Eifel-Sandstein (im Formenpark-Shop erhältlich)
 
Blick in den Nachbarraum – Turmkünstlerin Astrid Woll-Herrmann

Astrid Woll-Herrmann in ihrem Ausstellungsraum

Astrid Hilt

Überblick

  • Geboren 1973 in Saarlouis
  • nach dem Abitur 1993, Ausbildung zur Steinbildhauerin: Firma Hassdenteufel und Kasakow in Saarlouis
  • Ein Jahr Studienaufenthalt: Studio Sem, Pietrasanta/Italien
  • Meisterschule in Aschaffenburg mit Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
  • Seit 2001 freischaffend tätig, Auftrags- und freie Arbeiten
  • Seit Februar 2002 gemeinsames Atelier mit Ralf Jenewein in Homburg/Saar
  • seit 2015 in Kontakt mit geflüchteten syrischen Künstlerinnen und Künstlern, woraus sich die Geschäftsidee für  die HalloSaar gUG entwickelte.
  • aktuelle Ausstellungen

Berichte über verschiedene Ausstellungen

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Liste der Ausstellungen, Veröffentlichungen und Aktionen:

Erste Einzelausstellung:
5. bis 25. März, „Spannung und Harmonie“,  Saalbau Homburg-Saar    PROGRAM/ÖFFNUNGSZEITEN

 

 

Gemeinschaftsausstellungen

kommende Ausstellung und Symposium:
2. bis 8. Januar 2019          Marokko – Lichtkulturen

 

 

2018

August/September  Kunst im Beckerturm     Stankt Ingbert (Saarland) 

September Kunstwerkstatt Reeden (Alte Werkstatt Landsweiler Reeden)

Juli 12. Nacht der schönen Künste, Garellyhaus, Saarbrücken

 

2017

Dez.: multinationale Weihnachtsausstellung Hallo Saar und Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany

Sept.: Zores KunstWERKstatt

April: #WIR_SIND_AUCH_HIER
März: Zores Flashmob

 

2016
Dez. Artikel im Onlinemagazin WOHNWERKEN (erste Erwähnung als Autorin)

Dez. Saarländisch – syrische Weihnachtsausstellung, Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany
Nov. Jahresausstellung der Homburger Künstlerinnen und Künstler

Dialog der Kulturen

Okt.  Saarländische Landesvertretung, Berlin

Jun  Landratsamt, Ottweiler, Germany

Mai Haus der Beratung, Saarbrücken, Germany

März Bildungszentrum der Arbeitskammer, Kirkel
Juli: Die Nacht der schönen Künste

Jun. – Aug. Wall of Life Jacket, Johanneskirche, Sarrbrucken

 

2015
Dez. Saarländisch – syrische Weihnachtsausstellung, Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany
Nov. Jahresausstellung der Homburger Künstlerinnen und Künstler
Jun. Nacht der Schönen Künste, also 2014 and 2013

 

2014
Nov. Jahresausstellung der Homburger Künstlerinnen und Künstler
Nov. Exhibition galerie têt´de lárt , Forbach, France 
März/Apr. Ausstellung Stein Stoff und Schatten, , Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany

 

2011
LebensArt, Welt der Familie, Saarbrücken
HanseArt, KundK, Lübeck, Germany

 

2006
Dez. Ausstellung in der HNO – Praxis Kowalczyk-Steuer 
erste Werkstattausstellung von Astrid Hilt und Ralf Jenewein Formenpark, Homburg, Saar, Germany

 

2002
Skoda-Kultur live, Saarbrücken, Germany
Saarpfälzischer Kunstpreis, Bexbach, Germany

2001 Handgemenge, Deutschherrn-Kapelle, Saarbrücken

 

SERVICE

2016 ZORES, a cooperative of refugee and German artists, co-founder and organizer

Spannung und Harmonie – meine erste Einzelausstellung – von Astrid Hilt

Foto der Sandsteinbüste "Odysseus" von Astrid Hilt
Programm und Öffnungszeiten

 

Uff- das wäre gepackt: nach monatelanger Vorbereitung und wochenlangem Lampenfieber haben wir am Montag (5.März) die Ausstellung „Spannung und Harmonie“ eröffnet. Der Name war auch wirklich Programm: meine Nerven waren davor zum Zerreißen gespannt – hatte ich doch einen perfekten Plan: ich hatte ein ganzes Wochenende Zeit, um den Online-Katalog vorzubereiten (den Sie nun ganz leicht über das kreisrunde Logo unter diesem Blogbeitrag finden), die QR-Codes zu erstellen und auszudrucken, und an die Exponate zu heften. Alles hat perfekt geklappt. 

Multimedialer Ausstellungskatalog im Eigenbau

Online-Katalog zur Kunst-Ausstellung Spannung und Harmonie - Baum-Skulpturen
Dieser QR-Code führt direkt zu der Seite „Natur“, auf der die Baum-Skulpturen und Flechten-Reliefs und so gezeigt und Dokumentiert werden.

Ich habe die schönsten QR-Codes gebastelt, die ich jemals gesehen habe: über die Seite QRcode-Monkey kann man nämlich ganz raffinierte mit variablen Mustern, Farbverläufen und sogar einem eigenen Logo erstellen. Ich lag super in der Zeit. Auch der kleine Video-Beitrag war fertig  … und dann … machte der sch… Drucker Mucken. Er hat dieses Problem manchmal, ich weiß es: er hängt sich manchmal auf. Ich muss ihn dann neu starten, eventuell den Stecker ziehen – auch den des Rechners, und dann klappt alles wieder. Aber nicht am Montag. Ich bin fast ausgerastet. Noch dazu lies sich das Video nicht vom Ipad auf den Rechner überspielen … Ich wollte mich doch noch fein machen, und etwas entspannen, um 5 Uhr vor Ort sein und wunderbar aussehen an diesem Abend.
Um 4 Uhr bat ich meine Tochter, mich aufzuhübschen. Ich selbst war nicht dazu bereit, noch irgend etwas mit Farbe und Pinseln und meinem Gesicht zu riskieren. Also begab ich mich in die verantwortungsvollen wie geübten Hände dieser jungen Frau, die das auch erwartungsgemäß fantastisch umgesetzt hatte. Ich mach´s kurz:
Um 18.30 war Begin, um 18:15 waren wir vor Ort. Mit einem süßen kleinen Videoclip auf dem IPad – bei dem natürlich inzwischen der Akku leer war.

 

 

Die Vernissage

So viele mir so liebe Menschen waren gekommen. Teilweise sogar aus Saarlouis und dem Kreis Merzig. Françoise Mathis Sandmaier, die Kuratorin der Stadt Homburg, die eine wirklich erfahrene Organisatorin von Kunstausstellungen ist, und die es im Vorfeld schon mit beeindruckender Beharrlichkeit geschafft hatte, mich in die Gänge zu kriegen, konnte mich mit ihrer Professionalität auffangen einfach nur dadurch, dass ich merkte, die hat die Sache im Griff. (Ich liebe sie dafür!)

Und dann ging´s los: Nach einer kurzen Begrüßung durch Raimund Konrad, Kulturbeigeordneter der Stadt Homburg, ging es mir irgendwie schon besser. Dann kam Françoise, und sagte in ca. 20 Minuten so ziemlich ALLES über meine Arbeiten. Ich habe keine Ahnung, woher sie das alles wusste. Hat sie sich in meine Gedanken eingehackt? Nachts vielleicht? Wenn ich dann mal geschlafen habe?
Was soll ich sagen – es war großartig! wenn auch manchmal ein wenig verwirrend, konnte ich mich doch zwischendurch bei dem Gedanken erwischen, dass ich von der wunderbaren Künstlerin, von der da gesprochen wird, mir nachher ein Autogram holen möchte – aber das war ich ja selbst ;-). Jedenfalls war es so, dass nach diesem ganzen Haufen Arbeit und Aufregung die Vernissage mich in die Harmonie zurückbrachte. Den Abend konnte ich denn mit meiner Familie und ein paar lieben Bekannten in dem wunderbaren Ristorante La Brocca ausklingen lassen – einer der drei besten italienischen Restaurants, die ich hier in der Region kenne. Und ich kenne wirklich gute hier.

Die Harmonie muss sich erstmal etwas setzen. ich merke heute – am zweiten Tag nach der Vernissage – immer wieder, dass ich Dinge wie essen, trinken, Zähne putzen und so fast vergesse, wenn mich meine Lieben nicht erinnern 😉 Aber es ich komme langsam auch wieder zu mir.
Die Pläne gehen weiter: Mit unserem Lehrling und unserem Freund, dem damaszener Dekormaler Hany Ya, bereite ich die Garten-Edition vor, die wir in diesem Frühjahr auf den Markt bringen wollen.

 

Weitere Fotos und Informationen finden Sie auf unseren Profielen in den sozialen Medien (Links in der Seitenleiste).
Fotos von den Skulpturen und dem Making off: Über die Ausstellung wird gepostet unter den Hashtag #Spannungundharmonie (klicken Sie hier zum Direktlink zu Facebook und Instagram) 

… Und dann gibt es ja noch die Seite zur Ausstellung – sozusagen meinen handgamachten Onlinekatalog, zu der das Logo unten direkt führt. Ich werde in der nächsten Zeit das ein- oder andere über diese Seite schreiben. Weshalb ich die Google-Sites gewählt habe, obwohl ich wir die Seite der-Formenpark haben, und wie sich das alles entwickelt hat.

zum Online-Katalog