Kategorien
Astrid Hilt presse Skulpturen Workshop

Der Kammmolch im Bexbacher Baurenwald

Das Projekt läuft über die Waldorfschule Bexbach und das von CDU-Politiker Alexander Funk ins Saarland gebrachte Kultur plus unter dem Dach der Kulturstiftung des Bundes mit ihrem Projekt Trafo – Modelle für Kultur im Wandel.

Artikel in der Saarbrücker Zeitung – von Thorsten Wolf, 19. Oktober 2017
„Niederbexbach. Mit einem Waldklassenzimmer haben ehrenamtliche Helfer jetzt den Gänseweiher bei Niederbexbach aufgewertet. Von Thorsten Wolf

Wer kennt es nicht, das Stichwort „Viele Köche verderben den Brei!“ Gemeint ist natürlich, dass so manches daneben geht, wenn sich gar allzu viele drum kümmern. Doch bekanntermaßen wird jede Regel ja durch eine Ausnahme bestätigt – und die kann man seit gestern ganz offiziell im Niederbexbacher Bauernwald und dort ganz genau am Gänseweiher bestaunen. Dort gibt es unmittelbar am kleinen Gewässer ein Waldklassenzimmer mit einigen Schautafeln zur Flora und Fauna der Region. …“

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/homburg/bexbach/kunst-und-kultur-im-bauernwald_aid-6675959

 

 

Kategorien
Astrid Hilt Hany Ya Haytham Alaayek Termintip Weihnachtsausstellung

Weihnachtsausstellung 2017

Zum 5. mal in Folge laden wir zur Weihnachtsausstellung in unsere Atelierräume in der Homburger Altstadt.

Dieses mal haben eine Neuigkeit vorzustellen:
Nachdem wir viel Nächte lang ausgetüftelt und überlegt haben, können wir unser sich in der Gründung befindendes Social Startup HALLO SAAR vorstellen!
Es werden einige der dazugehörenden Künstlerinnen und Künstlern mit ausstellen. Im Jahresrückblick präsentieren wir auch unsere Projekte im Rahmen der Initiative ZORES vor, die wir im letzten Jahr auf die Beine stellen konnten. Zwei syrische FilmemacherInnen werden ihre Kurzfilme zeigen.

Auch örtlichen Zuwachs haben wir in diesem Jahr: die Schaufenster des zur Zeit leerstehenden ehemaligen Fahrradladens werden wir mit in die Ausstellung integrieren. In dem dazugehörigen Gebäudekomplex gibt es übrigens eine Werkstatt, die wir gerne für Hallo Saar anmieten würden, um unsere gemeinsamen Ideen zu realisieren… es bleibt also weiterhin spannend.

 

Öffnungszeiten: 

Dienstag, 2.1.18,           10 – 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 7.1.18,            15:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, 13.1.18    ab  18:00 Uhr Finissage – mit gemütlichem Ausgang

bitte klingeln unter „Atelier“ oder anrufen unter 0178/4511161

und nach Vereinbarung

Mit Gastkünstlerinnen und -Künstlern aus Saarland, der Pfalz, Finnland und Syrien

Saarbrücker Straße 22

Atelier im Hinterhaus Eingang Kirchenstraße

66424 Homburg

Mobil: 0178/4511161

 

Kategorien
Ausstellungen Berichte, Geschichten, Erzählungen Dialog der Kulturen

Kriegs- und Nachkriegs-Generationen

ein Erfahrungsbericht zum Thema ´Integration´ (die, von lateinisch integrare ‚erneuern, ergänzen, geistig auffrischen‘) steht für:
…         (zur Begriffserklärung Wikipedia)

 

Am Wochenende hat es sich ergeben, dass wir mit Kasko, einem unserer neuen Freunde aus Kobane (22), zu Besuch bei meinen Eltern in meinem Heimatort Ihn (Saargau) waren.

Wir waren zum Mittagessen geladen. Oma Doris hat einen Kaninchenbraten aus eigener Zucht gemacht, und zum Nachtisch eine Giotto-Torte – es war wunderbar.
Das Familientreffen in dem von grünen Hügeln umringten Ort hat Kasko natürlich an zu Hause erinnert. Er erzählte davon, wie es früher mal war, und wie der Krieg alles verändert hat – Kriegsgeneration halt.
„So war das hier ja auch mal“ erinnerte sich mein Papa.

„Da haben die Leute hier ganz schön was geschafft“ der junge Kurde sinngemäß „ist alles wieder ganz“, und lässt seinen anerkennenden Blick über das Dorf gleiten, in dem mein Papa einst im Alter von fünf Jahren mit seiner Mutter zu den Trümmern seines Elternhauses gestiefelt war, um beim Beginn des ´Wiederaufbaus´ zu helfen. Das Haus meiner Großeltern allerdings war nur noch Schotter, der erstmal weg musste. Später, nachdem er aus der Gefangenschaft zurück gekommen ist, baute mein Opa dort das Nachkriegshaus auf, in dem 9-köpfige Familie wohnte, bis die Kinder nach und nach ausgeflogen sind. Mein Vater seinerseits ´flog´ seiner Arbeit als Gipser im Wirtschaftswunderland nach München, Paris, Lion bis er zur Zeit des kalten Krieges am Ende der Straße – ca. 50 Meter von seinem Elternhaus entfernt mit meiner Mutter das Haus kaufte, in dem ich mit meinen beiden Brüdern  aufgewachsen bin, und vor 40 Jahren den Stuckateur-Betrieb gründete, den mein Bruder inzwischen übernommen hat.
Heute – fast 77 Jahre nach dem Anfang des 2. Weltkriegs – sitzen wir also in dieser Idylle der ehemaligen Westfront, und lauschen den Erinnerung meines Vaters an den Wiederaufbau. Die Bombenkrater in unserer Gegend, die ich immer mit Schrecken gesehen habe, sind längst vom Wald integriert. Im Frühjahr werden sie von Fröschen als Kinderstube genutzt.
Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass ich die alten Geschichten, die mich als Kind immer so genervt hatten einmal so empfinden kann: nämlich als vorbei und überlebt.

 

noch vom 1. WK: amerikanischer Soldatenfriedhof bei Verdun

2015-11-28 10.06.19