Kunst-Symposium in Marokko

von Astrid Hilt

Was für eine Aufregung: In der ersten Januarwoche bin ich eingeladen zu einem internationalen Kunstsymposium in Safi, Marokko.
Ich kann es noch gar nicht richtig glauben.
Das Programm hört sich unglaublich an: So richtig gearbeitet wird nur an zwei Tagen, was natürlich für mich entsprechende Planung erfordert. Die übrige Zeit ist, um in Kontakt zu kommen – mit dem Verein, den Menschen vor Ort, der Kultur und vor allem mit den anderen Kunstschaffenden.


Aus dem Saarland werden wir zu dritt dabei sein:
Der Tänzer Mohammed Ali Deep aus Saarbrücken ist bei dem spartenübergreifenden Treffen auch geladen. Er hat auch den Kontakt gemacht.

Inzwischen habe ich die Entwurfsskizze für meine Bildhauer-Arbeit fast fertig. Das Material bestelle ich heute oder morgen.
Ich zeige euch hier mal die Zeichnung der Krone:

Das Foto zeigt die Detailskizze der Baum-Krone meiner Bildhauerarbeit, die ich auf dem Symposium hauen werde.

In meiner Arbeit verbinde ich das Thema Baum mit der marokkanischen Ornamentik

Gegenstand des Symposiums ist das Zusammentreffen der Kulturen – also genau das Thema, dass mich seit Jahren begleitet.
Mit dem Relief in Sandstein lehne ich im Blattwerk sowohl an die gotische Bildhauerkunst an. Die Struktur bildet aber das Stern-Ornament, das in Marokko die Grundlage der meisten klassischen Ornamente bildet.
Es wird in der Arbeit auch deutlich, dass unsere Gotik in Europa durch den Austausch mit der marokkanischen Kultur entwickelt wurde.
Für unsere Reise habe ich eine kleine Webseite eingerichtet, auf der wir unsere Erlebnisse veröffentlichen werden: 

https://sites.google.com/view/light-cultures/startseite

Von Kunst und Biergeschichte

Kunst am Beckerturm St. Ingbert

Zum 12. Mal luden die Sankt Ingberter Turmkünstler*innen zur Ausstellung im bzw. am Turm der ehemaligen Becker-Bier Brauerei ein. In diesem Jahr durfte ich als Gastkünstlerin mit ausstellen – zusammen mit den beiden Maler*innen Dieter List und Katja Hess, die beide auf dem Bliesgau tätig sind.

Der Beckerturm, zurecht Wahrzeichen der Stadt Dt. Ingbert, wurde 1925 bis 1931 nach den Plänen Hans Herkommers erbaut.
Schon in der Vorbereitung zur Ausstellung war mir klar: Das hier hat Potential! Allein das Gebäude ist schon sehenswert. Von Außen ist ist es imposant, Innen ein Erlebnis. Im Rahmen der Ausstellungen kann man sich neben eigenen Erkundungstouren vom Brauerei-Original Norbert Dettweiler in die Turmgeheimnisse einweihen lassen.
 
 

Der Spinnenraum

Wir drei hübschen – also Katja, Dieter und ich – wurden in den Spinnenraum ´gesteckt´ – ein Raum, der nicht nur bei uns spontan die Frage aufgeworfen hatte – “Äääähm – was ist denn DAS?!”
 
Gelegen im Stockwerk 3 1/2 wirkt die Tür eher unscheinbar. Man vermutet eher eine Abstellkammer als einen ernstzunehmenden Teil eines Industriegebäudes. Öffnet man sie, sieht man sich aber auf einer Empore mit Blick auf eine Konstruktion aus großen, diagonal zur Mitte der Decke angeordneten Rohren, die offensichtlich einst einem praktischen Zwecke dienten.
 

Das Räumchen über dem Spinnenraum wurde kurzerhand von meiner Tochter zum Chill-Loft gemacht.

 
Dazu gibt es sowas wie eine Hühnerleiter, die in einen kleinen, lichtdurchfluteten Raum führt, der diesen Teil des Turms sozusagen bekrönt. Darin zu finden ist ein wie ein Ufo aussehendes Ding, das die Decke durchdringt, und an dessen Unterseite die Rohre befestigt sind. Norbert, der mehrere Jahrzehnte in der Brauerei gearbeitet hatte, weiß über die technische Funktion der Konstruktion: Hier wurde das Malz in die verschiedenen Silos der Brauerei verteilt, in denen dann die Zutaten für die unterschiedlichen Biere gemischt wurden, bevor sie in die Kessel kamen. Soweit so gut – für UNS stellte sich die Herausforderung, wie wir das ganze so einrichten, dass a) unsere Kunst von der Konstruktion nicht verschlungen wurden, und b) die Leute beim Blick in den Raum ausreichend Anlass fanden, den gar nicht so leichten Weg über die Treppe zu unseren Arbeiten zu auf sich zu nehmen. Ich für meinen Teil hatte noch dazu ein paar Kilos zu bewegen, aber dabei haben mir mein Mann und unsere Mitarbeiter super geholfen.

Die Vernissage

Am Samstag dem 25. August war dann die Eröffnung der Ausstellung. Begleitet durch den Saxophonisten Thomas Teichfischer hatten sowohl die ausstellenden Kunstschaffenden das Wort, als auch der der Hausherr Stefan Braun und der saarländische Umweltminister Reinhold Jost, Schirmherr der Veranstaltung.
 

Die Ausstellung

Über 6 Stockwerke verteilt gab es so einiges zu entdecken. Grafiken, hochkarätige Malerei, Skulpturen und Plastiken, Fotografie, aber auch meisterliche Möbelrestaurierung sowie verschiedene Arbeiten aus dem kunsthandwerklichen Bereich – das abwechslungsreiche Angebot lies in jedem der Räume seine ganz spezielle Atmosphäre entwickeln.
Astrid Woll-Herrmann, Malerin und Initiatorin der Gruppe der „Turmkünstler“, hat zusammen mit Vanessa Hambach, ebenfalls Malerin und Turmkünstlerin, und den witzigen Plastiken aus Raku der Saarbrücker Künstlerin Karin Klein den Raum schräg gegenüber von uns bespielt. Wie die meist großformatigen Bilder diesen Raum veränderten ging unter die Haut.
Den untersten Raum haben seit einigen Jahren die versierten Freizeitkünstler*innen mit ihrer Specksteingruppe bevölkert. In ihrem fein herausgeputzten Atelier zeigten sie ihre Werke unter den außer Betrieb genommenen enormen Braukesseln.
12 Ausstellerinnen und Aussteller sind alleine schon in der Gruppe der Turmkünstler. Dazu kommen 12 Kunstschaffende, die als Gäste mit ausstellen durften. 
Zur Finissage bespielte Gaby Klees mit einer Vorführung mit Trommeln, Staabrasseln,  Gesang und Großpuppen im nostalgisch anmutenden Sudkesselraum den Abschluss.

Dann strömten die Besucherscharen in die Ausstellung. Na ja, ganz so dramatisch war es nicht. In dem Gebäude kann man sich ja durchaus ganz angenehm verteilen – so als Masse Und so kam es, dass es schon bei der Vernissage Freiraum für intensive Gespräche gab, was sonst im Trubel der Eröffnung häufig etwas zu kurz kommt.
 
 
Die Ausstellung
Über 6 Stockwerke verteilt gab es so einiges zu entdecken. Grafiken, hochkarätige Malerei, Skulpturen und Plastiken, Fotografie, aber auch meisterliche Möbelrestaurierung sowie verschiedene Arbeiten aus dem kunsthandwerklichen Bereich – das abwechslungsreiche Angebot lies in jedem der Räume seine ganz spezielle Atmosphäre entwickeln.
Astrid Woll-Herrmann, Malerin und Initiatorin der Gruppe der „Turmkünstler“, hat zusammen mit Vanessa Hambach, ebenfalls Malerin und Turmkünstlerin, und den witzigen Plastiken aus Raku der Saarbrücker Künstlerin Karin Klein den Raum schräg gegenüber von uns bespielt. Wie die meist großformatigen Bilder diesen Raum veränderten ging unter die Haut.
Den untersten Raum haben seit einigen Jahren die versierten Freizeitkünstler*innen mit ihrer Specksteingruppe bevölkert. In ihrem fein herausgeputzten Atelier zeigten sie ihre Werke unter den außer Betrieb genommenen enormen Braukesseln.
12 Ausstellerinnen und Aussteller sind alleine schon in der Gruppe der Turmkünstler. Dazu kommen 12 Kunstschaffende, die als Gäste mit ausstellen durften.
Zur Finissage bespielte Gaby Klees mit einer Vorführung mit Trommeln, Staabrasseln, Gesang und Großpuppen im nostalgisch anmutenden Sudkesselraum den Abschluss.
 
 

Skulpturen von Astrid Hilt

Bilder mit Rost – Katja Heß
 

Drei Sicht nennt Dieter List seine Bilderserie. Im Vorbeigehen entsteht ein interessantes Farbenspiel.
 
 
 
 
 

Astrid Hilt – „Karpfen“ – Eifel-Sandstein (im Formenpark-Shop erhältlich)
 
Blick in den Nachbarraum – Turmkünstlerin Astrid Woll-Herrmann

Astrid Woll-Herrmann in ihrem Ausstellungsraum

Astrid Hilt

Überblick

  • Geboren 1973 in Saarlouis
  • nach dem Abitur 1993, Ausbildung zur Steinbildhauerin: Firma Hassdenteufel und Kasakow in Saarlouis
  • Ein Jahr Studienaufenthalt: Studio Sem, Pietrasanta/Italien
  • Meisterschule in Aschaffenburg mit Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
  • Seit 2001 freischaffend tätig, Auftrags- und freie Arbeiten
  • Seit Februar 2002 gemeinsames Atelier mit Ralf Jenewein in Homburg/Saar
  • seit 2015 in Kontakt mit geflüchteten syrischen Künstlerinnen und Künstlern, woraus sich die Geschäftsidee für  die HalloSaar gUG entwickelte.
  • aktuelle Ausstellungen

Berichte über verschiedene Ausstellungen

Fischrelief aus Marmor BildhauerarbeitFischrelief aus Marmor Bildhauerarbeit.Relief Bildhauerarbeit Sandstein

 

 

Liste der Ausstellungen, Veröffentlichungen und Aktionen:

Erste Einzelausstellung:
5. bis 25. März, „Spannung und Harmonie“,  Saalbau Homburg-Saar    PROGRAM/ÖFFNUNGSZEITEN

 

 

Gemeinschaftsausstellungen

kommende Ausstellung und Symposium:
2. bis 8. Januar 2019          Marokko – Lichtkulturen

 

 

2018

August/September  Kunst im Beckerturm     Stankt Ingbert (Saarland) 

September Kunstwerkstatt Reeden (Alte Werkstatt Landsweiler Reeden)

Juli 12. Nacht der schönen Künste, Garellyhaus, Saarbrücken

 

2017

Dez.: multinationale Weihnachtsausstellung Hallo Saar und Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany

Sept.: Zores KunstWERKstatt

April: #WIR_SIND_AUCH_HIER
März: Zores Flashmob

 

2016
Dez. Artikel im Onlinemagazin WOHNWERKEN (erste Erwähnung als Autorin)

Dez. Saarländisch – syrische Weihnachtsausstellung, Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany
Nov. Jahresausstellung der Homburger Künstlerinnen und Künstler

Dialog der Kulturen

Okt.  Saarländische Landesvertretung, Berlin

Jun  Landratsamt, Ottweiler, Germany

Mai Haus der Beratung, Saarbrücken, Germany

März Bildungszentrum der Arbeitskammer, Kirkel
Juli: Die Nacht der schönen Künste

Jun. – Aug. Wall of Life Jacket, Johanneskirche, Sarrbrucken

 

2015
Dez. Saarländisch – syrische Weihnachtsausstellung, Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany
Nov. Jahresausstellung der Homburger Künstlerinnen und Künstler
Jun. Nacht der Schönen Künste, also 2014 and 2013

 

2014
Nov. Jahresausstellung der Homburger Künstlerinnen und Künstler
Nov. Exhibition galerie têt´de lárt , Forbach, France 
März/Apr. Ausstellung Stein Stoff und Schatten, , Bildhauerei Formenpark, Homburg, Saar, Germany

 

2011
LebensArt, Welt der Familie, Saarbrücken
HanseArt, KundK, Lübeck, Germany

 

2006
Dez. Ausstellung in der HNO – Praxis Kowalczyk-Steuer 
erste Werkstattausstellung von Astrid Hilt und Ralf Jenewein Formenpark, Homburg, Saar, Germany

 

2002
Skoda-Kultur live, Saarbrücken, Germany
Saarpfälzischer Kunstpreis, Bexbach, Germany

2001 Handgemenge, Deutschherrn-Kapelle, Saarbrücken

 

SERVICE

2016 ZORES, a cooperative of refugee and German artists, co-founder and organizer